## Hinter der Maske
Vor jedem Bild befindet sich eine Maske. Sie verdeckt, schützt und bestimmt den ersten Eindruck. Du kannst vor ihr stehen bleiben – oder du kannst sie mit beiden Händen auseinanderschieben und sichtbar machen, was hinter ihr liegt.
Vielleicht tragen wir alle eine Maske. Nicht unbedingt, weil wir täuschen wollen, sondern weil sie uns schützt und weil wir gelernt haben, uns durch sie zu zeigen. Doch hinter dieser Maske liegt etwas Wahres, das selbst der Mensch, der es in sich trägt, möglicherweise nicht kennt.
**Nicht die Wahrheit fehlt. Die Wahrheit kennt ihr eigenes Gesicht nicht.**
Diese Ausstellung gibt keine Antwort und kein Rezept. Auch der Film sagt dir nicht, was du denken, erkennen oder tun sollst. Bilder und Film zeigen lediglich meinen Gedanken und öffnen einen Raum für deinen eigenen.
Der Sinn des Verschiebens liegt deshalb nicht allein darin, das verdeckte Bild zu sehen. In dem Augenblick, in dem du die Maske bewegst, entscheidest du dich, genauer hinzusehen. Du wirst vom Betrachter zum Beteiligten und übernimmst Verantwortung für deinen eigenen Blick.
Darum meine Einladung:
**Schiebe die Maske beiseite – nicht weil du es musst, sondern weil du sehen willst.**
Vielleicht entdeckst du dahinter nur ein Bild. Vielleicht aber auch eine Frage, die längst in dir gewartet hat.