Wenn uns etwas zu viel wird, machen wir den Deckel zu und hören einfach nicht mehr hin.
Wir suggerieren uns damit, das Problem sei gelöst. Aber wenn wir ehrlich sind, entstehen dadurch oft erst neue Probleme. Denn die Zeit lässt sich nicht stoppen. Es passiert immer etwas. Und wenn wir glauben, es passiert nichts, haben wir uns verrechnet.
Eins und Null ergeben vielleicht keine Rechnung. Aber wenn wir sie zusammensetzen, entsteht daraus eine Zahl: zehn.
Vielleicht ist es mit uns Menschen ähnlich.
Wenn wir uns zusammensetzen, halten wir die Zeit nicht wirklich an. Aber wir schaffen einen Raum, in dem wir über Dinge reden und vielleicht etwas lösen können: Sonne, Regen, Trockenheit – oder das, was gerade zwischen uns liegt.
Davon handelt dieser Film.
Wir setzen uns zusammen. Und allein dadurch lösen wir etwas aus. Etwas, das uns reinigt, unser Gehirn zwingt, neu zu denken. Wenn wir das zulassen, geschieht etwas: Es wächst etwas Neues.
In diesem Film ist es eine Pflanze. Aber sie ist nur ein Sinnbild dafür, was passieren kann, wenn auf trockenen Boden plötzlich etwas fällt, das Leben möglich macht.
Ich schaue mir das Resultat selbst noch einmal an. Vielleicht finde ich Ecken und Kanten, die ich im Eifer des Gefechts nicht gesehen habe.
Vielleicht habt ihr danach auch einmal Lust, euch hinzusetzen und miteinander zu reden.
„Es ist niemand da“, lasse ich nur zum Teil gelten.
Denn schon jetzt habe ich euch etwas gezeigt. Vielleicht löst es etwas aus. Vielleicht handelt ihr danach anders.
Und eigentlich ist es ganz einfach:
Hört dem anderen einmal zu.
Mehr braucht es am Anfang vielleicht gar nicht.