Paris? Lass es lieber.
Zu voll, zu laut, zu teuer. Die Metro frisst dich, spuckt dich irgendwo wieder aus, und bis du oben bist, hast du mehr Treppen gesehen als Kunstwerke. Die Cafés sind eng, die Stühle unbequem, und für einen Kaffee bezahlst du manchmal, als hätte Monet persönlich die Tasse bemalt.
Dann der Louvre. Stundenlang Menschen, nackte Leiber, Wahnsinn, Macht, Mord, Liebe, Eifersucht und Napoleon. Nach drei Sälen weißt du nicht mehr, ob du in einem Museum bist oder mitten in der menschlichen Katastrophe.
Der Eiffelturm? Kennt jeder schon von Fotos. Die Seine? Wasser. Montmartre? Bergauf. Notre-Dame? Kirche. Und überall Menschen, die genau dasselbe fotografieren wie du.
Also wirklich: Fahr nicht nach Paris.
Denn am Ende passiert etwas Ärgerliches. Du kommst nach Hause, siehst deine Bilder an und merkst, dass dir genau dieses laute, übertriebene, widersprüchliche Paris fehlt.
Und dann willst du wieder hin.
Verdammte Stadt.